Karl Mraz

Eisenbahner. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1914    † 1943

 

Herkunft, Beruf

Karl Mraz wurde am 15.3.1914 in Wilhelmsburg (Niederösterreich) geboren. Er war Eisen­bahner in Wilhelmsburg.

Beteiligung am Aufbau einer kommunistischen Organisation in Wilhelmsburg

Ab April  1940 war Karl Mraz am Aufbau einer kommunistischen Organisation in Wilhelmsburg beteiligt. Er verbreitete u. a. »Weg und Ziel«.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 14. 1. 1941 wurde Karl Mraz verhaftet und am 10. 6. 1942 gemeinsam mit Franz Schmaldienst, Johann Ebner, Anton Großauer, Alfred Stein, August Steindl und Josef Matischek (alle hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 15.1.1943 erfolgte seine Hinrichtung im Landesgericht I in Wien.

Aus dem Urteil

„Bei der Besprechung auf dem Hochstraßberg hatte Mraz den Auftrag erhalten, in Wilhelmsburg Zellen zu gründen. Er kam dem Auftrage nach, warb die Arbeiter Willibald Kopetzky, Karl Wolf und den Angeklagten Josef Matischek an, die in verschiedenen Betrieben beschäftigt waren und Betriebszellen errichten sollten. (…) Im Sommer 1940 nahm er an mehreren Besprechungen teil, die der Erörterung des weiteren Aufbaues der Organisation dienten.“

Mahnmal

Sein Name steht am Mahnmal am Hauptfriedhof St. Pölten.

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen

Weiterführende Informationen

  • DÖW Katalog zur permanenten Ausstellung. Hg. v. Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands, Wien 2006
  • Wolfgang Neugebauer, Der österreichische Widerstand 1938-1945, Wien 2008
  • Die Geschichte des Grauen Hauses und die österreichische Gerichtsbarkeit, Wien 2012
  • DÖW (Hg.) Widerstand und Verfolgungen in den österreichischen Bundesländern (Wien, Burgenland, Oberösterreich, Tirol, Niederösterreich, Salzburg), Wien 1975-1991
  • Heinz Arnberger, Claudia Kuretsidis-Haider (Hg.) Gedenken und Mahnen in Niederösterreich. Erinnerungszeichen zu Widerstand und Verfolgung, Exil, Befreiung, Wien 2011
  • Brigitte Bailer, Wolfgang Maderthaner, Kurt Scholz (Hg.), „Die Vollstreckung verlief ohne Besonderheiten“, Wien
  • Herbert Steiner, Gestorben für Österreich. Widerstand gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1995
  • Herber Steiner, Zum Tode verurteilt: Österreicher gegen Hitler. Eine Dokumentation, Wien 1964
  • Willi Weinert, „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“. Biografien der im Wiener Landesgericht hingerichteten WiderstandskämpferInnen gegen das NS-Regime. Ein Führer durch die Gruppe 40 am Wiener Zentralfriedhof. 4. Auflage Wiener Stern Verlag 2017
  • Lisl Rizi, Willi Weinert, „Mein Kopf wird euch auch nicht retten“. Korrespondenzen österreichischer WiderstandskämpferInnen aus der Haft. 4 Bände. Wiener Stern Verlag 2016

Web-Hinweise


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